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Blutzucker und/oder Gewebezucker?

Die kontinuierliche Messung der Glukose (rt-CGM) steht seit ca. 20 Jahren zur Verfügung.

Sie ermöglicht eine Echtzeitmessung, d.h. der aktuelle Wert kann jederzeit auf einem Display abgelesen werden. Ein System zur kontinuierlichen Glukosemessung besteht aus einem Sensor, der durch die Haut ins Unterhautgewebe gesetzt wird und die Glukose in der Zwischenzellflüssigkeit misst. Die Sensoren werden mit einem Pflaster aufgeklebt. Die Tragedauer ist bei den zugelassenen Systemen unterschiedlich lang. Die meisten Systeme müssen regelmäßig kalibriert werden, d.h. es sind Referenzmessungen mit einem konventionellen Blutzuckermessgerät notwendig um Fehlmessungen zu verhindern.

Eine weitere Möglichkeit ist das s.g. Flash-Glucose Monitoring, wo mittels Nahfeldübertragung die Werte vom Sensor auf ein Messgerät übertragen werden.

Die Verbesserung der Einstellung von Menschen mit Diabetes mellitus durch die kontinuierliche Glukosemessung ist durch Studien belegt. Allerdings ist eine wesentliche Voraussetzung für die richtige Benutzung der Technologie eine Schulung in einer qualifizierten Einrichtung und die kontinuierliche Betreuung durch eine spezialisierte Schwerpunktpraxis.

CGM ist das Kürzel für den englischen Begriff Continuous Glucose Monitoring – kontinuierliche Glukosemessung. Die beiden wesentlichen Unterschiede zum klassischen Blutzuckermessen sind schon in diesem Begriff enthalten:

Der Zuckergehalt wird nicht im Blut gemessen, sondern in der Gewebeflüssigkeit des Unterhautfettgewebes. Anstatt ein paar Mal am Tag wird kontinuierlich rund um die Uhr gemessen.

Woraus besteht ein CGM-System?

Alle CGM-Systeme bestehen meist aus drei Komponenten:

  • Ein Sensor, der die Messung durchführt
  • Ein Sender/Transmitter als Schnittstelle zwischen Sensor und Anzeigegerät
  • Ein Empfänger: Je nach System ein Extra-Gerät, ein Smartphone oder eine Insulinpumpe

Grundsätzlich gilt: CGM ist eine sinnvolle Messmethode für Menschen mit Diabetes, die eine Insulintherapie durchführen und dennoch starke Blutzuckerschwankungen aufweisen. Erreichen Sie Ihren angestrebten HbA1c-Wert trotz aller zur Verfügung stehenden Therapieoptionen nicht, könnte CGM dabei helfen. Faktoren, die für den Einsatz von CGM sprechen sind z. B.:

  • häufige (nächtliche) Hypoglykämien
  • eine Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung
  • hohe Insulinempfindlichkeit
  • die Notwendigkeit für mehr als 6-8 Blutzuckermessungen täglich

Im Unterschied zum Blutzuckermessen wird bei CGM der Zuckergehalt nicht im Blut, sondern in der Gewebeflüssigkeit des Unterhautfettgewebes (ISF) gemessen. So können Sie Ihre Werte jederzeit im Blick behalten. Durch die kontinuierliche, sensorbasierte Glukosemessung rund um die Uhr bekommt man einen Überblick über den gesamten Glukoseverlauf, während die klassische Blutzuckermessung nur eine Momentaufnahme liefern kann.

Bei dem CGM-System sollte die Blutglukosemessung im Fall einer Hypoglykämie (<3,9 mmol/l bzw. <70 mg/dl), bei einer drohenden Hypoglykämie, bei schnell wechselnden Gewebeglukosewerten und bei Symptomen einer Hyper- oder Hypoglykämie durchgeführt werden.

(Quelle AGDT)