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Facharzt für Innere Medizin, Endokrinologie & Diabetologie
Schwerpunktpraxis für Diabetes | Hormone & Stoffwechsel
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Schilddrüse und Diabetes mellitus

Die Schilddrüse ist ein kleines unterhalb des Kehlkopfes gelegenes, „schmetterlingsförmiges“ Organ (Größe einer Walnuss) mit zentraler Bedeutung in der Regulation des Stoffwechsels, des Wärmehaushaltes, des Wachstums und der Reifung.

Für die Herstellung der Schilddrüsenhormone ist eine ausreichende Jodaufnahme unbedingt erforderlich, da diese Hormone aus Jodatomen hergestellt werden. Die Jodversorgung hat sich erst in den letzten Jahren durch die Verwendung von jodiertem Speisesalz verbessert.

Jodmangel kann ursächlich sein für die Entstehung eines „Kropfes“ (Struma).

Die Schilddrüsenfunktion wird bestimmt durch die Menge an Schilddrüsenhormonen. Zu viel Hormone bedeutet eine Überfunktion, zu wenig eine Unterfunktion der Schilddrüse. Der Schilddrüse übergeordnet ist die Hirnanhangsdrüse, die die Regulation der Schilddrüse vornimmt.

Bei schlecht eingestelltem Diabetes mellitus kommt es infolge der erhöhten Glukoseausscheidung auch zu einer gesteigerten Jodidausscheidung, was zu der oben beschriebenen Vergrößerung der Schilddrüse führen kann.

Eine Überfunktion

der Schilddrüse verstärkt die Insulinresistenz und die Glukagonfreisetzung und führt damit zu erhöhten Blutzuckerwerten.

Eine Unterfunktion

bewirkt eine Hypoglykämieneigung bei gesteigerter Insulinsensitivität und sinkendem Insulinbedarf.

Eine seltene Konstellation ist das Auftreten mehrerer Autoimmunerkrankungen, z.B. das polyglanduläre Autoimmunsyndrom mit Diabetes mellitus Typ 1, einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse (meist Hashimoto-Thyreoiditis mit Unterfunktion) und einer Autoimmunerkrankung der Nebenniere.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass bei jeder Blutzuckerentgleisung ohne offensichtliche Ursache an eine Schilddrüsenfunktionsstörung gedacht werden sollte.