Diabetesinnovation made in China

Inzwischen werden Insulinpumpen und Glukosesensoren in China entworfen und entwickelt – nicht mehr nur produziert. Doch wer steht hinter den Geräten aus China? Wir haben das Unternehmen Sibionics in Shenzhen besucht, um das herauszufinden.

Gruppenfoto zum Abschluss der Tour, aufgenommen an der Rezeption von Sibionics.

Bis vor wenigen Jahren war China vor allem Produktionsstandort für westliche Medtech-Konzerne. Niedrige Löhne und riesige Fabrikhallen zeichneten das Land aus. Das änderte sich, als der Staat gezielt in eigene Medtech-Startups investierte. Sibionics ist eines davon: Ende 2021 brachte das Unternehmen seinen ersten Glukosesensor auf den Markt, Ende 2023 wagte es den Sprung nach Europa. Bald könnte Sibionics auch in Deutschland eine grosse Rolle spielen.

Mehr als nur Zahlen

Zahlen allein reichen jedoch nicht, um ein Unternehmen in der Medizinbranche einzuschätzen – entscheidend ist die Haltung gegenüber den Patientinnen und Patienten. Genau das wurde bei unserem Besuch in Shenzhen spürbar: Die Vertreter von Sibionics sprachen mit sichtbarem Stolz über ihren neusten Glukosesensor und die Sorgfalt, die in dessen Entwicklung fliesst. Bei einem Rundgang durch Entwicklung und Produktion sowie im Gespräch mit zentralen Personen aus der Entwicklungsabteilung liessen wir uns die Details erklären und konnten direkt unsere Anmerkungen einbringen.

Die Zukunft der Diabetesbehandlung

Was heisst das nun für Patientinnen und Patienten in Deutschland? Kurz gesagt: mehr und vor allem bessere Optionen. Chinesische Glukosesensoren und Insulinpumpen liegen bereits heute auf Augenhöhe mit westlichen Produkten – einzig die Nutzerfreundlichkeit wird teilweise noch bemängelt. Schliesst sich auch diese Lücke, dürfen wir uns auf eine deutlich vielfältigere Diabetesbehandlung freuen.